NS-Verfolgte: Die Jehovas Zeugen Ausstellung
im Rathaus beginnt am Mittwoch
Mit einer besonderen Veranstaltungsreihe im Rathaus von Murr
wollen Jehovas Zeugen aus Marbach auf die fast vergessenen Opfer ihrer
Glaubensgemeinschaft währen des Dritten Reiches hinweisen.
Vom 12. bis 16. Januar zeigen sie im Foyer des Rathauses die Ausstellung
"Standhaft trotz Verfolgung". Für interessierte Besucher wie
Schülergruppen werden begleitende Videodokumentationen vorgeführt. Den
Auftakt zu dieser Woche des Erinnerns bildet eine Eröffnungsveranstaltung am
12. Januar um 19 Uhr im Bürgersaal.
Historiker und Zeitzeugen wollen ein Bild der Leidensgeschichte der
Religionsgemeinschaft nachzeichnen, deren Angehörige unter dem Hitlerregime
gemeinhin als "Bibelforscher" bekannt waren. Als religiöse Gruppe
wurden sie in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern mit einem
eigenen Häftlingssymbol, dem lila Winkel, kenntlich gemacht und stigmatisiert.
Eine Verfolgte, Gertrud Wulle aus Asperg, saß wegen ihres Glaubens in
Einzelhaft.
Info: Ausstellung "Standhaft trotz
Verfolgung – Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime" im Foyer des Rathauses
Murr, Hindenburgstraße 60, vom 12. Bis zum 16. Januar Mi. bis Fr. 9-19
Uhr, Sa. 9-22 Uhr, So. 10-16 Uhr. Keine religiöse Verkündigung. Eintritt
frei.
Siehe auch:
Standhaft.org/Murr
weiterführende Informationen zu der im Artikel beschriebenen
Veranstaltung
Gertrud Wulle
Lebenslauf
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