| Gabriele Yonan
Jehovas Zeugen Opfer unter zwei deutschen Diktaturen 1933-1945; 1949-1989 Gabriele Yonan studierte Orientalistik und Religionswissenschaft, Schwerpunkte
ihrer wissenschaftlichen Arbeit und ihrer Veröffentlichungen liegen
im Bereich religiöser Minderheiten im Nahen und Mittleren Osten, Probleme
der multireligiösen Gesellschaft und Religionsfreiheit.
Der Widerstand der Zeugen Jehovas beweist zweierlei: dass auch eine größere Gruppe in einer Diktatur letztlich nichts bewirken konnte, aber auch, dass pazifistischer Widerstand in Form von Verweigerung möglich war, dass der Preis dafür jedoch wirklich das eigene Leben sein konnte. Das ist eine Antwort auf die Frage der Nachgeborenen: 'Warum habt ihr nichts getan?' Die Zeugen Jehovas können sich mit Recht darauf berufen, dem 'Bösen' widerstanden zu haben. Im wörtlichen Sinne der biblischen Aufforderung haben sie ihren Anspruch, in der wahren Nachfolge Jesu Christi zu stehen, erfüllt. Die beiden großen Kirchen haben nach eigenem Eingeständnis furchtbar versagt. Hätte es dieses Beispiel einer standhaften christlichen Glaubensgemeinschaft unter der nationalsozialistischen Diktatur nicht gegeben, so müsste nach Auschwitz und dem Holocaust an der Erfüllbarkeit der christlichen Lehre Jesu gezweifelt werden." Siehe auch: Vorwort
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ISBN 3-00-004151-6 |
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