Horst Schmidt Der Tod kam immer montags Verfolgt als Kriegsdienstverweigerer im Nationalsozialismus.
Eine Autobiografie
ca. 200 Seiten, Broschur, Herausgegeben von Hans Hesse,
ISBN 3-89861-201-5
Klartext Verlag
Wir sind die Letzten. Fragt uns aus! Imre Kertesz
Horst Schmidt berichtet in seiner beeindruckenden Autobiografie über sein Leben in der Illegalität,
gehetzt von der Gestapo, versteckt in der Wohnung einer Jüdin, die über der seiner Eltern lag, die
er nicht mehr betreten durfte. Er verweigerte den Kriegdienst in der Wehrmacht und wurde dafür vor dem
Volksgerichtshof von Freisler zum Tode verurteilt.
Als Mitglied der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas reiste er als Kurier durch Deutschland, um die
illegalen Schriften der verbotenen Religionsgemeinschaft zu verteilen. Horst Schmidt lernte seine
spätere Ehefrau Hermine in Danzig kennen, die wie er selbst Haft und Konzentrationslager überlebte.
Seine Pflegemutter Emmy Zehden versteckte kriegsdienstverweigernde Glaubensbrüder in einer Gartenlaube
in Berlin und wurde in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Die Straße vor der heutigen
Gedenkstätte ist nach ihr benannt.
Die überwiegende Mehrzahl der Kriegsdienstverweigerer im Nationalsozialismus waren Zeugen Jehovas.
Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung im Grundgesetz geht direkt auf die Verfolgung der Zeugen Jehovas
im Nationalsozialismus zurück.
Die kriegsdienstverweigernden Zeugen Jehovas im Dritten Reich gehörten nicht
auch nicht nach ihrem Selbstverständnis zu den Vorläufern der Friedensbewegung.
Allerdings lehnten sie als Christen im Gegensatz zur überwiegenden Mehrheit der Deutschen den
Waffengebrauch gegen Mitmenschen und Völker ab.
Das Thema Kriegsdienstverweigerung in der NS-Zeit verlockt zu aktuellen Stellungnahmen,
zu gegenwärtigen Entwicklungen und Ereignissen. Jedoch muss jede Generation ihre Antworten auf
die Fragen ihrer Zeit finden.
siehe auch:
Biographie Horst Schmidt
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ca. 200 Seiten, Broschur
Herausgegeben von Hans Hesse
ISBN: 3-89861-201-5
Klartext Verlag
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