Detlef Garbe
Zwischen Widerstand und Martyrium
Die Zeugen Jehovas im "Dritten Reich"

Studien zur Zeitgeschichte - Band 42

Bis heute gehören die Zeugen Jehovas zu den weitgehend vergessenen Opfern des NS-Regimes. Sie wurden bereits Mitte 1933 verboten und von da an mit unerbittlicher Härte bekämpft. Keine andere Religionsgemeinschaft hat mit einer vergleichbaren Geschlossenheit und Unbeugsamkeit dem nationalsozialistischen Druck widerstanden. Der Bekennermut der "Bibelforscher" beschäftigte zeitweilig höchste Stelle in Justiz, Polizei und SS. Sie waren de einzige Gruppe, die ungeachtet drohender Todesstrafe geschlossen den Kriegsdienst verweigerte.

Die Auswertung bislang unbekannter Archivalien, Interviews mit Überlebenden und die kritische Auseinandersetzung mit ihrem Schrifttum bilden die Basis für diese erste umfassende sozialgeschichtliche Darstellung über die Verfolgung der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus.

Detlef Garbe ist Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und Lehrbeauftragter für Zeitgeschichte an der Universität Hamburg.

Zur 1. Auflage:

"Durch eine geschickte Verknüpfung von struktureller Analyse und quellennaher Schilderung einzelner Vorgänge ist Garbe eine Untersuchung gelungen, die sich trotz des Umfangs immer wieder als gut lesbar erweist. Die beeindruckend breite Quellengrundlage, zu der in großem Umfang auch die Selbstzeugnisse ehemaliger 
Häftlinge zählen, und eine sorgfältige Quellenkritik ermöglichen es Garbe, so manche Korrektur am bisherigen Forschungsstand vorzunehmen."
(Süddeutsche Zeitung)

"Dabei liefert Garbe aufschlussreiche Details über die Geschichte der in den USA entstandenen "Bibelforscher"-Gemeinde, die in Deutschland zu Beginn dieses Jahrhunderts Fuß fasste." 
(Der Spiegel)

 

R. Oldenburg Verlag
ISBN 3-486-56296-7
4. überarbeitete Auflage,
605 Seiten.
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