| Georg Schmidt
Georg Schmidt wurde am 2.1.1925 in Schriebendorf in Schlesien geboren.
Sein Vater Hermann Schmidt, der seit 1957 in Waldkirch lebte, ist vielen
älteren Personen noch durch seine damalige Predigttätigkeit bekannt.
Georg Schmidt ist durch seine Eltern im Glauben der Bibelforscher
erzogen worden.
Schon als Schuljunge hatte er unter der starken Ablehnung seiner
Schulkameraden und Lehrer zu leiden.
"Wir wurden als Kinder in der Schule verspottet - es wurde
gerufen: ‘Bibelforscher, Bibelforscher!’. Bei der Einführung des
Deutschen Grußes in der Schule, waren Georg und seine Schwester Hanna die
einzigen Kinder in der Schule, die den Hitlergruß verweigerten. Aufgrund
dieser Haltung wurden sie von ihren Lehrern beschimpft und geschlagen. Der
Druck verschlimmerte sich weiter als der Vater verhaftet wurde. "Dein
Vater ist ein Zuchthäusler!"
Georg Schmidt ließ sich 1938 im Alter von 13 Jahren taufen. Kurz
darauf wird den Eltern das Sorgerecht über ihre zwei Kinder entzogen.
Begründung: staatsfeindliche Einstellung und Entfremdung von der
Dorfgemeinschaft. Georg kommt zu einer linientreuen Familie auf den
Bauernhof. Jeglicher Kontakt zur Familie ist ihm untersagt. Nur mit Mühe
gelingt es ihm eine Gärtnerlehre anzutreten. Die Familie wird nach
unsäglichen Qualen und Misshandlungen im Jahre 1948 wieder
zusammengeführt. Nach nur zwei Jahren wurde der Vater 1950 erneut, nun
von der DDR-Regierung, zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt. Endlich 1957,
nach einer Haftunterbrechung konnte sich die Familie in Waldkirch
ansiedeln.
Quelle:
Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, Jehovas Zeugen im Elztal
anlässlich der "Standhaft"-Veranstaltung
vom 19. bis 23. März in Waldkirch
Siehe auch:
Hermann und Elfriede Schmidt
Lebensbericht seiner Eltern
Sorgerechtsentzug der Kinder
der Familie Schmidt
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