| Günter Rosenbaum
Günter Rosenbaum wurde im Jahre 1925 geboren. Zu jener Zeit waren seine Eltern bereits „Ernste Bibelforscher„, wie Jehovas Zeugen damals noch genannt wurden. Als die Nazis an die Macht kamen, setzte bald auch harte Verfolgung für die Rosenbaums ein. Am 28. Oktober 1936 wurde Günters Vater, Kurt Rosenbaum verhaftet und in das Gefängnis nach Bautzen gebracht. Während seiner Haft wurde das Siedlungshaus der Familie Rosenbaum zwangsgeräumt und die Familie auf die Straße gesetzt. Kurt Rosenbaum wurde dann von Bautzen in das KZ Buchenwald verlegt. Dort ist er dann am 31. August 1940 verstorben. Der Text des Todestelegrammes lautete: Nach dem 2. Weltkrieg kam Günter Rosenbaum mit Jehovas Zeugen aus Beierfeld zusammen. Im Jahre 1947 entschied er sich dafür, ebenfalls ein Zeuge Jehovas zu sein und ließ sich taufen. Ganzherzig und freimütig sprach er auch mit anderen über die Botschaft der Bibel. Standhafte Glaubensmänner wie Alfred Skoda, Ernst Wauer, Joachim Schubert oder Otto Porsch waren seine Weggefährten. Durch die Einschleusung eines Spitzels in die örtliche Gemeinde der Zeugen Jehovas in Schwarzenberg gelang es dem Staatssicherheitsdienst, Günter Rosenbaum in eine Falle zu locken. Dieser Spitzel „interessierte„ sich für die Bibel und wollte sich taufen lassen. Bei dieser geplanten Taufe am 30. Juli 1952 wurde Günter Rosenbaum verhaftet. Jetzt setzte eine Reihe von Qualen für ihn ein. Von der Stasi in Schwarzenberg kam er nach Chemnitz, zunächst auch dort zur Stasi und dann in die U-Haft. Ende Januar 1953 wurde ihm der Prozess gemacht – mit einem niederschmetternden Urteil: lebenslänglich. Wenige Tage zuvor war bereits Günters Schwester Adelheid verurteilt worden. Über Schloss Osterstein (Zwickau) kam er 1954 in das Zuchthaus Waldheim. Nächste Station war 1956 das Zuchthaus Brandenburg. Ein Jahr später kam er dann nach Bautzen. Hier im "Gelben Elend" musste er sehr harte Jahre erleben. Günter Rosenbaum erinnert sich: Wie blickt er jetzt auf die Zeit der Verfolgung zurück? Er sagt: Günter Rosenbaum ist heute mit der örtlichen Gemeinde der Zeugen Jehovas in Kirchberg verbunden. Quelle:
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