Lebensbericht der Familie Pausch
Anna Pausch
Hans Pausch
Hedwig Pausch
Georg Pausch
Anna Pausch
Hans Pausch
Hedwig Pausch
Georg Pausch
1896
Georg Pausch wird in Boxdorf bei Nürnberg geboren.
1904
Anna Bauer wird geboren.
1928
Anna und Georg heiraten.
1929
Tochter Hedwig kommt auf die Welt.
1930
Anna und Georg werden Zeugen Jehovas. 
Der erste Sohn Hans Pausch wird geboren.
1933
Georg Pausch verweigert bei der Wahl seine Stimme, weil er Hitler für einen politischen Hochstapler hält. Darauf wird Georg aus dem Männergesangsverein ausgeschlossen.
1936 Georg Pausch lehnt die Musterung für die Wehrmacht ab. 
Die Folge: 6 Wochen Haft im Gefängnis Fürth.
1942 Hans Pausch verweigert das Sammeln von Altmaterialien zur Unterstützung der Kriegsführung Hitlers
Der Lehrer von Hans denunziert die Familie bei der Gestapo. Die ganze Familie, darunter auch der 12jährige Hans und seine 14jährige Schwester, müssen einen tagelangen psychischen brutalen Verhörprozess im Keller des Nürnberger Polizeipräsidiums über sich ergehen lassen.
Sie werden unter Androhung der Todesstrafe gedrängt, ihrem Glauben abzuschwören und die Namen aller Zeugen in Nürnberg zu verraten. Die ganze Familie bleibt standhaft. Der Vater wird für acht Monate in das Nürnberger Untersuchungsgefängnis, Bärenschanzstraße, eingekerkert. Im Februar 1943 kann er für kurze Zeit nach Hause zurückkehren.
1943
Im Dezember erhält Georg Pausch einen Einberufungsbefehl zur Wehrmacht. Er verweist die Gestapo auf ein früheres Gesuch auf Wehrdienstbefreiung. Die Gestapo findet keine Unterlagen und glaubt, dass eine Sonderregelung mit Georg Pausch getroffen wurde. Das rettet ihm das Leben, da Kriegsverweigerer normalerweise hingerichtet werden.
Die nächsten vier Monate muss er im Keller des Nürnberger Polizeipräsidiums zubringen: kein Bett, kein Stuhl, kein Tisch. Er schläft auf den blanken Betonboden ohne Decke oder Stroh, Tag und Nacht brennt helles Licht.
1944 Am 20. April wird Georg Pausch in das KZ Buchenwald eingewiesen. Der 14jährige Hans übernimmt die Rolle des Ernährers der Familie, indem er die Schusterwerkstatt seines Vater weiterführt.
Am 22. Juni wird auch die Mutter Anna von der Gestapo verhaftet und in ein Arbeitslager nach München verschleppt.
Ein 14jähriger Junge, seine 16jährige Schwester, die den Haushalt führt und ihr 8jähriger Bruder müssen bis Kriegsende ohne ihre Eltern leben.
1945 Eine standhafte Familie wird wieder vereint.
Hans Pausch lebt heute noch in Nürnberg. Seine Schwester ist seit 1948 in Schweden. Beide haben bis heute standhaft an ihrem Glauben festgehalten.

Wie wird Hans Pausch in der Schule verfolgt?
Hans Pausch inmitten seiner Schulkameraden

  • Der Lehrer, ein Nationalsozialist, bezeichnet ihn als Volksfeind und Landesverräter.
  • Er trennt Hans von seinen Schulkameraden und soll von ihnen als Ausgestoßener behandelt werden. Seine Mitschüler weigern sich dies zu tun.
  • Der Lehrer verwendet jeden Tag eine Stunde des Unterrichts für Hetztiraden gegen Hans.
Quelle:

Ausstellungstafeln zur Ausstellung "Standhaft trotz Verfolgung", Nürnberg

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