| Manfred Böttcher
Manfred Böttcher (geb. 1932) kam auf Anregung seiner Mutter in den Jahren 1947/48 erstmals mit Jehovas Zeugen in Chemnitz in Berührung. Bereits 1948 besuchte er den ersten großen Bezirkskongress der Zeugen in Berlin. Im Frühjahr 1949 war Manfred Böttcher in Döbeln dabei, als der dort geplante Kreiskongress der Zeugen Jehovas von der Polizei gewaltsam aufgelöst wurde. Im Alter von 17 Jahren ließ sich Manfred Böttcher dann 1949 als Zeuge Jehovas taufen. Als das Verbot im August 1950 ausgesprochen wurde, blieb Manfred Böttcher weiterhin eifrig tätig, um sowohl seine Glaubensbrüder in Chemnitz zu ermuntern als auch anderen Menschen zu helfen, die Bibel zu verstehen. Am 28. Dezember 1955 wurde er früh 6.00 Uhr in der Wohnung seiner Eltern verhaftet. Nach mehrmonatiger U-Haft wurde Manfred Böttcher am 22. März 1956 zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt. Zwickau-Osterstein und Berlin-Hohenschönhausen waren die Stationen seines Aufenthaltes in den Haftanstalten der DDR. Mit der Amnestie beim Tod von Staatspräsident Wilhelm Pieck erfolgte die Entlassung von Manfred Böttcher nach 5-jähriger Haft. Im Jahre 1961 heiratete Manfred Böttcher eine treue Glaubensschwester, Inge Quellmalz, mit der er fortan gemeinsam seinen Lebensweg gegangen ist. Bis zum heutigen Tag ist Manfred Böttcher als ein loyaler Zeuge Jehovas bekannt und dient in seiner Heimatversammlung Frankenberg/Sachs. als einer der örtlichen Gemeindevorsteher. Quelle: Regionaler Informationsdienst der Zeugen Jehovas in Sachsen; |
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