| Reinhold Bieber
Reinhold Bieber (geb. 1928) kam auf Anregung seiner Mutter im Jahre
1946 erstmals mit Jehovas Zeugen in Berührung. Noch im gleichen Jahr
ließ er sich dann als Zeuge Jehovas taufen.
Als das Verbot im August 1950 ausgesprochen wurde, begann für
Reinhold Bieber eine prüfungsreiche Zeit. Zunächst führten
die Behörden bei ihm eine Hausdurchsuchung durch. Gleichzeitig verlor
er seine Arbeit als Lehrpraktiker im Schuldienst. Dennoch blieb er standhaft
als Zeuge Jehovas tätig.
Im Jahre 1956 wurde er verhaftet und wegen aktiver Tätigkeit in
der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas angeklagt und vor Gericht gestellt.
Das dort ausgesprochene Urteil lautete auf 21 Monate Zuchthaus wegen Boykotthetze.
Über die Stationen Chemnitz, Zwickau und Langenbach kam er dann nach
Dresden-Klotzsche in ein Arbeitslager.
Bis zum heutigen Tag ist Reinhold Bieber als ein loyaler Zeuge Jehovas
bekannt und dient in seiner Heimatversammlung Eppendorf als einer der örtlichen
Gemeindevorsteher.
Quelle:
Regionaler Informationsdienst der Zeugen Jehovas in Sachsen;
Pressemappe zur Ausstellung "Standhaft trotz Verfolgung"
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