9. bis 25. März 2001

zurück zum Kalender

Veranstaltungsreihe: 
"Standhaft trotz Verfolgung - 
Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime"

Veranstalter: Ortsgemeinde der Zeugen Jehovas in Schwabach e.V. mit Unterstützung durch die Stadt Schwabach (Kulturamt, Museum, Volkshochschule)

Die kleine Gruppe der damals rund 25.000 Zeugen Jehovas in Deutschland, von der SS “Bibelforscher” genannt, wurde wegen ihrer religiösen Überzeugung, die unter anderem die Ablehnung des Wehrdienstes einschloss, von den Nationalsozialisten aufs heftigste verfolgt. Die Veranstaltungsreihe dokumentiert ihre bemerkenswerte Verfolgungsgeschichte sowie auch Aspekte der NS-Verfolgung, die ein Teil der Schwabacher Stadtgeschichte sind.

Informationen zur Ausstellung:

10. - 25.03.01, Öffnungszeiten: 9.00 -19.00 Uhr (täglich), 
Stadtmuseum, Museumsstr.
Zeitgenössische Dokumente, Fotos und Lebensberichte auch von Betroffenen aus dem Schwabacher Raum. Auf Wunsch kostenlose Führungen und Dokumentarfilmvorführungen.

09. März Auftaktveranstaltung im Markgrafensaal
19 Uhr Begrüßung
Martin Aumer
Grußwort
Hartwig Reimann, Oberbürgermeister der Stadt Schwabach
Wie aus einem Rechtsstaat ein Unrechtsstaat wurde
Dr. Jürgen Sandweg, Historiker
Der Wert der Erinnerung an eine bemerkenswerte Verfolgungsgeschichte
Wolfgang Neumann, Beauftragter des Filmproduzenten
Standhaft trotz Verfolgung, 
Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime

Dokumentarfilm auf Großbildleinwand
Verfolgte erinnern sich
Interview mit den Zeitzeugen Magdalena Reuter (ehemalige Kusserow), Annemarie Kusserow, Lothar Hörnig, Hans Pausch
10. März Ausstellungseröffnung
14 Uhr Eröffnung durch Museumsleiter Jürgen Söllner M.A

17. März Exkursion
15 Uhr Eine Reise in die Geschichte
Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Flossenbürg 

Führung und Erläuterungen zur Verfolgung der Zeugen Jehovas im Dritten Reich vor dem Hintergrund historischer Schauplätze und in Begleitung von Zeitzeugen. 
Tagesablaufprogramme und Teilnehmerpreise liegen bei der VHS aus. Anmeldung bei der VHS Geschäftsstelle.
21. März Lesung im Bürgersaal
19 Uhr Widerstand als Bekenntnis
Der Historiker Dr. Hubert Roser hat bei der "Forschungsstelle Widerstand", Universität Karlsruhe, das Buchprojekt “Widerstand als Bekenntnis” veröffentlicht. In seiner Lesung wird er den Widerstand und die Verweigerung der Zeugen Jehovas im deutschen Südwesten 1935 bis 1945 darstellen:

Zeugen Jehovas im Visier der badischen Gestapo
Zeuginnen Jehovas aus Baden im Frauenkonzentrationslager Moringen
Zeugen Jehovas als Kriegsdienstverweigerer. 

 


 

weitere Infos zu:
Zeitzeugen:
Familie Kusserow

Lothar Hörnig
Familie Pausch
Familie Achatz

Familie Micksch
Bücher:
Widerstand als Bekenntnis

Infos zu dem Buch von 
Dr. Hubert Roser
Echo in der Presse
Ausstellung mahnt zur Wachsamkeit
Monatsmagazin Franken, 
März 2001
Glaubenstreue bis zum Tod
Marktspiegel,
8. März 2001
Leidensgeschichte der Bibelforscher
Schwabacher Tagblatt, 
9. März 2001