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Nationalsozialismus
Zeugen Jehovas gedenken der Opfer des Terrors
FRANKFURT A. M., 17. September. An den Tod von August Dickmann, einen
Zeugen Jehovas, erinnert vom heutigen Samstag an eine Gedenktafel an der
Außenmauer des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen. Dort haben
Nationalsozialisten den 29-Jährigen vor 60 Jahren am 15. September 1939
hingerichtet.
Dickmann stammte aus Dinslaken. Wegen seines Glaubens verweigerte er den
Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen. Kurz nach Beginn des Zweiten
Weltkriegs versuchten die Nationalsozialisten auch Zeugen Jehovas in die
Wehrmacht zu bringen. Dickmann, bereits zwei Jahre zuvor in das KZ bei
Oranienburg gebracht, widersetzte sich dem. Am Abend des 15. September
fesselten ihn SS-Männer, führten ihn vor und erschossen ihn.
Die Religionsgemeinschaft gedenkt seiner als erstem
Kriegsdienstverweigerer, den die Nazis hinrichteten. Dickmann gehörte den
Angaben der Zeugen Jehovas zufolge zu 1200 Opfern der Nazis, die der
Glaubensgemeinschaft angehörten. Doch "wir sind noch mitten in der
Forschung, es tauchen immer wieder neue Namen von Opfern auf", sagte
Erika Krämer, eine Vertreterin der Zeugen Jehovas.
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