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Tafel an KZ-Mauer für
Kriegsdienstverweigerer
BM Oranienburg - Vor genau 60 Jahren, am 15. September 1939, kurz nach dem
Beginn des Zweiten Weltkrieges, wurde der erste Kriegsdienstverweigerer vom
NS-Regime in Oranienburg öffentlich hingerichtet. Damals wurde der
29-jährige Zeuge Jehovas, August Dickmann aus Dinslaken, auf dem Appellplatz
des damaligen KZ Sachsenhausen standrechtlich mit einem Pistolenschuss durch
den SS-Hauptsturmführer Höß erschossen. Im Gedenken auch an die
Leiden und den Tod von 900 Zeugen Jehovas in Sachsenhausen zwischen 1936 und
1945 wird am Sonnabend um 13 Uhr eine weitere Gedenktafel an der Lagermauer
des ehemaligen Konzentrationslagers angebracht. Es sprechen unter anderem
Winfried Meyer, stellvertretender Gedenkstättenleiter, und der frühere
Häftling des KZ Sachsenhausen, Adrianus Kamp, aus den Niederlanden.
Die Stiftung lädt Besucher am 18. und 19. September zum zweiten Tag der
Zeitgeschichte in der Gedenkstätte Sachsenhausen ein. Am Sonntag ab 11 Uhr
beginnt eine Führung durch die kürzlich eröffnete Wechselausstellung "Der
Führer braucht einen Kriegsgrund. Das KZ Sachsenhausen am Beginn des Zweiten
Weltkrieges". Um 12 Uhr wird der DEFA-Film zum inszenierten Überfall auf
den Sender Gleiwitz gezeigt, für den auch Häftlinge aus Sachsenhausen
missbraucht wurden. hajo
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