Quelle: Marbacher Zeitung, 15. Dezember 2000

Opfer religiöser Intoleranz
Zeitzeugen diskutieren im Ludwigsburger Staatsarchiv

LUDWIGSBURG. Die freie Religionsausübung hat in pluralistischen Gesellschaften einen hohen Stellenwert. Trotzdem fühlen sich religiöse Bewegungen abseits der etablierten Kirchen in Deutschland mitunter in die Sektenecke gedrängt.

Unter den Titel »Die Hexenjagd geht weiter - Religiöse Minderheiten zwischen alten Feindbildern und neuer Intoleranz« diskutieren Zeitzeugen des nationalsozialistischen Terrorregimes und Wissenschaftler am Sonntag, 17. Dezember, im Ludwigsburger Staatsarchiv - über die Lehren aus der jüngsten deutschen Vergangenheit.

Neben den Zeitzeugen Charlotte Müller und Werner Speidel sitzt auch Dr. Martin Häusermann vom Staatsarchiv und der Frankfurter Soziologe Robert Schmidt auf dem Podium.

Mit dabei ist auch der Religionssoziologe Johannes Neumann der in zahlreichen Publikationen die Stigmatisierung von Randgruppen analysiert hat.

Die Gesprächsrunde, die von dem Tübinger Journalisten Stefan Zibulla moderiert wird, beginnt um 16 Uhr und bildet den Abschluss einer Ausstellung zur Verfolgung der Zeugen Jehovas unter der NS-Diktatur. Der Eintritt ist frei.

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