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Opfer religiöser
Intoleranz
Zeitzeugen diskutieren im Ludwigsburger Staatsarchiv
LUDWIGSBURG. Die freie
Religionsausübung hat in pluralistischen Gesellschaften einen hohen
Stellenwert. Trotzdem fühlen sich religiöse Bewegungen abseits der
etablierten Kirchen in Deutschland mitunter in die Sektenecke gedrängt.
Unter den Titel »Die
Hexenjagd geht weiter - Religiöse Minderheiten zwischen alten Feindbildern
und neuer Intoleranz« diskutieren
Zeitzeugen des nationalsozialistischen Terrorregimes und Wissenschaftler am
Sonntag, 17. Dezember, im Ludwigsburger Staatsarchiv - über die Lehren aus der
jüngsten deutschen Vergangenheit.
Neben den Zeitzeugen
Charlotte Müller und Werner
Speidel sitzt auch Dr. Martin Häusermann
vom Staatsarchiv und der Frankfurter
Soziologe Robert Schmidt auf dem
Podium.
Mit dabei ist auch
der Religionssoziologe Johannes
Neumann der in zahlreichen Publikationen
die Stigmatisierung von Randgruppen
analysiert hat.
Die Gesprächsrunde,
die von dem Tübinger Journalisten
Stefan Zibulla moderiert wird,
beginnt um 16 Uhr und bildet den Abschluss einer Ausstellung zur Verfolgung der
Zeugen Jehovas unter der NS-Diktatur. Der
Eintritt ist frei.
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