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Neue Straßennamen
Straßenschilder erinnern an engagierte Glaubensleute
ERLANGEN - Vier Straßen auf der Brucker
Höhe und an der A 73 bekamen vom Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss
einen Namen, ebenso ein Weg am Neustädter Friedhof.
So wurde die Verbindung vom Bierlachweg entlang der
Freizeitanlage bis zum Buckenhofer Weg in Gustav-Heyer-Weg sowie der Weg von
der Fröbelstraße und am Bruker Seela zur Paul-Gossen-Straße in
Georg-Elser-Weg benannt. Die Strecke von der Bachfeldstraße parallel zum
Frankenschnellweg A 73 bis zur Felix-Klein-Straße heißt künftig
Johann-Walther-Weg und der Steg über die A 73 in Verlängerung der
Sandbergstraße Joseph-Lang-Steg.
Wie das Rathaus bekannt gibt, gedenkt die Stadt mit Gustav
Heyer des ersten Erlanger Zeugen Jehovas, der 1942 in Schloss Hartheim bei
Linz wegen seines Glauben vergast wurde. Georg Elser ging durch seinen
Attentatsversuch auf Adolf Hitler in die Geschichte ein, für den er kurz vor
Kriegsende ermordet wurde. Mit Johann Walter und Joseph Lang wird an zwei
Erlanger Pfarrer erinnert. Walther war von 1916 bis 1925 evangelischer Pfarrer
in Bruck und hat sich dort besondere Verdienste um die Kleinkinderschule und
die Gründung einer Baugenossenschaft erworben. Pfarrer Joseph Lang war in der
katholischen Gemeinde St. Peter und Paul tätig, wo er sich besonders um die
Jugend sowie um die Alten und Kranken kümmerte.
Als eine große Vorkämpferin der Ökumene zu einer Zeit, als
dies keinesfalls selbstverständlich war, gilt Margarete Stock, die von 1758
bis 1829 in Erlangen lebte. Nicht weit entfernt von ihrem Grabmal auf dem
Neustädter Friedhof erinnert nun der Weg an der nördlichen Mauer dieses
Friedhofs zwischen Friedrich-List-Straße und Münchener Straße an die
engagierte Bürgerin.
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