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Morgen Gedenkstein-Enthüllung in Bad
Grund
Erinnerung an den Mord
an einem Zeugen Jehova
Bad
Grund (cap). In der Nähe des Parkplatzes "Iberger
Tropfsteinhöhle" enthüllen morgen Bürgermeister Dr. Wolfgang Domröse,
Dr. Joachim Neander und Dieter Kury von den Zeugen Jehovas einen Gedenkstein,
der an ein dunkles Kapitel der letzten Kriegstage erinnert. An dieser Stelle
erschossen SS-Männer auf dem Todesmarsch von KZ-Häftlingen zwei Zeugen
Jehovas. Ein Name ist bekannt: Bernhard Döllinger. Sein Name steht auf dem
Gedenkstein
Dr.
Joachim Neander hat den Todesmarsch der "Bibelforscher" beschrieben.
Die völlig entkräfteten Häftlinge wurden am 4. und 5. April 1945 aus dem
Raum Gandersheim über Münchehof in den Harz getrieben. Als einer der
Häftlinge beim schweren Anstieg der Reichsstraße (heute B 242) sich atemlos
am Straßenrand niederließ, erschoss ihn der Transportführer. Tags darauf
heben Mitgefangene den total erschöpften Bernhard Döllinger auf einen
Gepäckkarren der SS. Der Transportführer zieht ihn in den Wald, schießt ihn
nieder und wirft ihn in einen Schacht. Er verblutet.
Diese
Leidensgeschichte steht als Text auf der Gedenktafel. Die Enthüllung wird am
Mittwoch, dem 5. April, um 15 Uhr vorgenommen. Dr. Domröse, Dr. Neander und
Dieter Kury werden dazu sprechen.
Siehe auch:
Das Heil kommt alleine von Gott
Rede von Dr. Joachim Neander
Täter und Opfer haben ein Gesicht bekommen
Goslarsche Zeitung - Freitag, den
7. April 2000
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